Ein Restaurant eröffnet. Ein einziger Tisch ist besetzt. Dann kommt ein Foodblogger, dreht ein kurzes Video – und ein, zwei Wochen später ist der Laden voll.
Genau das hat Umut erlebt. Er ist 32, Familienvater, arbeitet Vollzeit und testet nebenbei Restaurants in Mannheim, Ludwigshafen, Worms und Umgebung. Auf Instagram und TikTok folgen ihm inzwischen so viele Menschen, dass ihn Kellner beim Essen erkennen und große Ketten wie Peter Pane anfragen.
Neu vor der Kamera ist Umut nicht. Er dreht seit 2009 Videos und war mit seinem Comedy-Kanal bei Mediakraft unter Vertrag, der damals größten Creator-Agentur Deutschlands. Im selben Netzwerk waren Namen wie Unge und die Lochis. Dann hörte er auf.
„Wir waren faul, Bruder. Wir haben gedacht, wir haben jetzt den Peak erreicht und das war’s.“
Im deutschen Podcast „Erfolg ist kein Zufall by Hama“ erzählt Umut, wie die alte YouTube-Szene wirklich war, warum sein Neustart als Foodblogger mit einem Flop begann, was er für sein erstes bezahltes Video bekommen hat und wie er mit dem größten Vorwurf an seine Branche umgeht: Wer bezahlt wird, kann doch gar nicht ehrlich bewerten.
Host Kajau Hama Amin kennt Umut seit über 16 Jahren. Die beiden haben früher zusammen YouTube-Videos gedreht. Das Döner-Wettessen hat Hama damals klar verloren.
Das Wichtigste in Kürze
- Wer: Umut, 32, Foodblogger aus der Metropolregion Rhein-Neckar, aktiv auf Instagram und TikTok.
- Vorgeschichte: Videos seit 2009, nach zwei Videos Vertrag bei Mediakraft, gesponserte Mallorca-Reise mit rund 6.000 Abonnenten – dann aufgehört.
- Erstes Honorar: 150 Euro. Davon kaufte er sich ein Mikrofon für rund 100 Euro.
- Seine Regel: Was ihm nicht schmeckt, kommt nicht ins Video – auch bei bezahlten Aufträgen.
- Aufwand: nach eigener Aussage mindestens 60 Stunden pro Woche.
- Drei Tipps: einfach anfangen, Einnahmen reinvestieren, in der eigenen Nische bleiben.
Wer ist Foodblogger Umut?
Umut ist 32 Jahre alt und auf Instagram und TikTok als @woisstumut unterwegs. Seine Vorstellung im Podcast ist kurz:
„Ich reise in verschiedene Städte hier im Kreis, Mannheim, Ludwigshafen, Worms und so weiter, schaue mir an, was es für interessante Restaurants gibt, und veröffentliche das auf meinen Plattformen.“
Die Idee kam ihm in der Mittagspause. Dort schaute er selbst gern Food-Videos und dachte sich: Neue Orte sehen, gutes Essen probieren, darüber erzählen und damit vielleicht sogar Geld verdienen – was für ein Leben.
Content zu produzieren hat ihm schon immer Spaß gemacht. Neu war nur das Thema.
Die alte YouTube-Szene: 2.000 Abos und du warst der King
Umut hat die deutsche YouTube-Szene erlebt, bevor es den Begriff „Influencer“ überhaupt gab. Die Kamera, die damals jeder haben wollte: die Canon EOS 600D mit dem ausklappbaren Display. Umut hat sie bis heute zu Hause.
Der größte Unterschied zu heute ist für ihn die Reichweite.
„Früher war das so: Wenn du auf YouTube 2.000 Abonnenten hattest, warst du der King.“
Mit ein paar tausend Abonnenten wurde man in der Region auf der Straße erkannt. Heute, sagt Umut, kannst du 200.000 oder 300.000 Follower haben, und niemand weiß, wer du bist. Es gibt schlicht zu viele Creator.
Auch die Spielregeln haben sich geändert. Früher zählten vor allem Klicks. Wer die meisten hatte, wurde gepusht. Heute entscheidet die Watchtime: Wie lange schaut jemand ein Video? Davon hängt ab, ob die Plattform es weiter ausspielt.
Nach zwei Videos bei Mediakraft unter Vertrag
Zusammen mit einem Freund startete Umut einen neuen Comedy-Kanal. Zwei Videos, beide so professionell wie möglich produziert. Dann bewarben sie sich bei Mediakraft.
Mediakraft war zu dieser Zeit die größte Agentur für Content Creator in Deutschland. Die Antwort kam schnell: Euer Content gefällt uns, ihr seid dabei, hier ist der Vertrag.
Plötzlich waren sie im selben Netzwerk wie die ganz Großen. Videos von ihnen landeten im internen Mediakraft-Newsletter unter den besten Videos des Monats. Bekannte YouTuber likten ihre Clips, und innerhalb kurzer Zeit kamen 2.000 bis 3.000 Abonnenten dazu.
Waren das Knebelverträge? Nein, sagt Umut. Die Verträge seien korrekt gewesen. Verdient hätten sie ohnehin kaum etwas. Am Ende hatte der Kanal etwa 10.000 bis 12.000 Abonnenten. Wichtiger als Geld war die Reichweite, die das Netzwerk mitbrachte.
Mallorca mit 6.000 Abonnenten und nur einer Speicherkarte
Mit rund 6.000 bis 7.000 Abonnenten bekamen Umut und seine Freunde etwas, das damals fast niemand bekam: eine gesponserte Reise. Ein Anbieter für Jugendreisen schickte sie nach Mallorca, um dort Comedy-Videos zu drehen. Umut schätzt, dass das um 2010 oder 2011 war.
Geglaubt haben sie es erst im Flugzeug. Und auch dann noch nicht ganz. An der Hotelrezeption rechneten sie fest damit, dass alles ein Fake ist. Bis der Zimmerschlüssel kam.
Die Ausrüstung: eine DSLR-Kamera und eine einzige Speicherkarte. Keine Sicherung, kein Backup.
Eine zweite Anekdote aus der Mediakraft-Zeit: Umut kannte als Einziger den PIN für die Etagen im Mediakraft-Gebäude. Nach einer Party gingen die Jungs nachts hinein, bedienten sich an den Energy-Drinks und hinterließen alles sauber. Dazu einen Entschuldigungsbrief und Bananen.
„Wir waren faul“: Warum Umut aufgehört hat
Bei Mediakraft unter Vertrag, gesponserte Reisen, Kontakte zu den größten YouTubern Deutschlands. Warum also aufhören?
Umuts Antwort ist ehrlich:
„Wir haben die erste Treppenstufe erreicht und gedacht, ab jetzt wird’s eh nicht mehr enden.“
Sie waren jung, ein bisschen arrogant und haben nicht damit gerechnet, dass sich Algorithmen und Plattformen so stark verändern. Dass Mediakraft später selbst in die Krise geriet, hat auch niemand kommen sehen.
Rückblickend nennt Umut das den größten Fehler: Genau in dem Moment, in dem es läuft, muss man mehr Gas geben, nicht weniger.
Hama und Umut sprechen in der Folge auch darüber, was aus der damaligen Szene geworden ist, und dass viele Creator dieser Zeit mit großem mentalem Druck zu kämpfen hatten.
Der Neustart als Foodblogger: Das erste Video floppt
Jahre später kam Umut zurück. Diesmal nicht mit Comedy, sondern mit Essen.
Den letzten Anstoß gab ein alter Klassenkamerad, der ebenfalls mit Food-Videos angefangen hatte. Umut fragte ihn, wie er sich überhaupt traut, im Restaurant zu filmen. Denn genau das war seine größte Hürde.
Am Anfang hat er sich im Restaurant geschämt. Gefilmt hat ihn seine Frau – möglichst unauffällig, „so, als würde man es nicht sehen“.
Das erste Video drehte er sogar zu Hause, mit bestelltem Essen. Er wollte erst einmal testen, ob er noch schneiden kann. Das Ergebnis: ein Flop. Auch das zweite Video lief nicht.
„Egal. Hauptsache machen, den Stein ins Rollen bringen.“
Dann likte ein Boxclub aus dem Umfeld eines Dönerladens sein Video, die Mitglieder kommentierten, und Umut merkte zum ersten Mal, wie stark lokale Reichweite ist. Video drei, Video vier, dann ging eines „lokal viral“, wie er sagt: rund 1.000 Likes.
Vom leeren Laden zum vollen Restaurant
Der Moment, der für Umut alles verändert hat, war eine Neueröffnung.
Totenstille im Restaurant. Ein einziger Tisch war besetzt, mit zwei Gästen. Umut drehte trotzdem sein Video, und es ging in der Region viral.
Ein, zwei Wochen später kam er spontan noch einmal vorbei. Der Laden war voll.
Seitdem passiert so etwas öfter. Gäste sprechen ihn an, weil sie wegen seines Videos in einem Restaurant waren. Kellner erkennen ihn. Und Gastronomen sagen ihm Sätze, die ihn bis heute berühren:
„Dank dir läuft mein Laden wieder.“
Für Umut ist das der eigentliche Grund, warum er das macht. Die meisten Restaurants, die er besucht, sind keine Ketten, sondern Familienbetriebe. Wenn dort plötzlich mehr Gäste kommen, profitiert eine ganze Familie davon, und mit ihr die Mitarbeiter.
Was verdient ein Foodblogger? Die ersten 150 Euro
Am Anfang wollte Umut gar kein Geld nehmen. Geld verlangen und gleichzeitig kostenlos essen? Das fand er unverschämt.
Andere Creator rechneten ihm etwas anderes vor: Wenn nur 40 von 1.000 Menschen, die das Video sehen, wirklich in den Laden gehen, und ein Teil davon zu Stammgästen wird, ist das für ein Restaurant viel Geld wert. Dazu kommt die Arbeit, die niemand sieht: Planung, Dreh, Skript, Voiceover und stundenlanger Schnitt für ein Video von einer Minute.
Nach etwa zehn Videos kam die erste Anfrage: Was kostet es, wenn du für unseren Laden ein Video machst?
Umut überlegte kurz. 50 Euro deckten nicht einmal Sprit und Aufwand. Er nannte 150 Euro. Die Antwort: „Ja, okay.“
Und das Geld? Floss sofort zurück in den Kanal. Erst in ein Mikrofon für rund 100 Euro, später in ein iPhone 17 Pro, ein Stativ und Licht. Vorher hatte er mit einem iPhone 14 gefilmt und sich jedes Mal geärgert, dass er beim Zoomen aufs Essen Pixel bekam.
20.000 Follower = 20.000 Euro im Monat?
Diese Rechnung hört Umut oft. Seine Antwort: „Totaler Quatsch.“
Mit Foodblogging lässt sich gut etwas dazuverdienen, so das Fazit im Gespräch. Wer allein davon leben will, braucht aber größere Partner und eine Plattform mit längeren Formaten wie YouTube. Denn die Zahl der Aufträge ist begrenzt: Ein Creator kann nicht überall gleichzeitig essen.
Bezahlt gleich gute Bewertung? Umuts Antwort auf die Kritik
Der Vorwurf an Foodblogger ist bekannt und nicht ganz unberechtigt: Wer für ein Video Geld bekommt, kann das Essen doch nicht objektiv bewerten.
Hama spricht das direkt an. Umut reagiert zuerst mit einem Witz („wenn einer mit 2.000 Euro kommt, putze ich ihm noch die Schuhe“), dann wird er ernst und erklärt seine Regel:
„Wenn ich ein Gericht habe, das mir nicht schmeckt, dann kommt das nicht ins Video. Das wird gar nicht auftauchen.“
Er zeigt also keine Verrisse, sondern lässt weg, was ihn nicht überzeugt. Seine Begründung: Geschmack ist subjektiv. Was ihm nicht schmeckt, kann für andere ein Lieblingsgericht sein. Aber was er zeigt und empfiehlt, das schmeckt ihm wirklich.
Es gab auch Restaurants, die er privat und auf eigene Kosten besucht und gefilmt hat und die ihn enttäuscht haben. Diese Videos hat er nie veröffentlicht.
Offen sind beide auch beim Thema „Kamerabonus“: Dass manche Gastronomen bei einem Creator mit Kamera eine Extraportion auf den Teller legen, halten sie für sehr wahrscheinlich. Ob ihm das selbst passiert ist, kann Umut nicht sagen.
Große Anfragen lehnt Umut übrigens auch ab, wenn sie nicht passen. Ein Warnsignal sind für ihn Copy-Paste-Nachrichten mit ein paar Schmeicheleien und trockenen Antworten auf Rückfragen.
Die Kehrseite: Freunde, Gratis-Esser und 60 Stunden pro Woche
Der eigene Freundeskreis als größte Hürde
Ausgerechnet aus dem nahen Umfeld kommt oft am wenigsten Unterstützung. Manche Bekannte nennen Umut plötzlich arrogant oder abgehoben. Er versteht es nicht:
„Ich mache mir was Gutes, ich tue meiner Familie was Gutes, ich tue den Gastronomen was Gutes.“
Gleichzeitig betont er, dass es auch Freunde gibt, die ihn seit 25 Jahren begleiten und einfach unterstützen. Dafür ist er dankbar.
„Nimm mich mit!“ – alle wollen gratis essen
Die zweite Seite: Viele wollen beim Dreh dabei sein und mitessen. Umut sagt inzwischen grundsätzlich Nein. Seine knappe Freizeit verbringt er lieber mit Frau und Kindern, die ihn oft begleiten. Und wer bei einem eine Ausnahme macht, ist bei allen anderen der Böse.
Was ihn besonders stört: Anfragen von Leuten, die noch nie ein Video von ihm geliked haben. Liken, kommentieren, abonnieren – das kostet nichts. Ein bisschen Unterstützung hätte nicht geschadet.
Wie viel arbeitet ein Foodblogger?
Umut hat einen Vollzeitjob, eine Frau und zwei Kinder. Seine Kinder sieht man in den Videos nicht. Dazu kommen Drehs, Schnitt, Anfragen, private Termine. An einem Samstag waren es zuletzt drei Feiern von Freunden, bei denen er wenigstens kurz vorbeischauen wollte.
„Das wird mir keiner abkaufen, aber ich arbeite in der Woche mindestens 60 Stunden.“
Seine Frau ist dabei der Rückhalt im Hintergrund. Sie filmt, organisiert und hält ihm den Rücken frei.
TikTok oder Instagram: Was ist für Foodblogger besser?
Umut ist auf beiden Plattformen aktiv. Ein „besser“ oder „schlechter“ gibt es für ihn nicht, aber klare Unterschiede:
- TikTok ist für ihn wie Benzin ins Feuer. Jedes Video kann extrem viral gehen, aber die Reichweite verpufft schnell. Selbst mit einer halben Million Follower ist es schwer, eine echte Community aufzubauen.
- Instagram geht seltener durch die Decke. Dafür bleiben die Follower, die man gewinnt, und verfolgen den Kanal auch langfristig.
Einig sind sich Hama und Umut, dass TikTok viel Output verlangt: Ein Video am Tag reicht dort nicht, eher zwei bis drei, fast wie Storys. Umuts Fokus liegt deshalb aktuell auf Instagram. Dort will er weiter wachsen.
KI, Authentizität und warum Umut (noch) kein YouTube macht
Hama fragt, warum Umut mit seinem Humor nicht längst auf YouTube ist. Die Antwort ist die Zeit. Kurze Videos sind neben Job und Familie gerade noch machbar, lange Formate nicht. Arbeit abzugeben hat er versucht, aber bisher nicht die richtigen Leute gefunden. Auf der Liste steht YouTube trotzdem: „Irgendwann schon.“
Hama sieht auf YouTube genau Umuts Chance und verbindet das mit dem Thema KI. Durch KI steigt die Mindestqualität von Inhalten überall. Was früher schlecht war, ist heute Standard. Um noch aufzufallen, bleiben aus seiner Sicht nur zwei Wege: entweder wirklich herausragend sein oder komplett authentisch – so wie Umut, einfach mit der Kamera losgehen und erzählen.
Als Unternehmer kennt Hama beide Seiten: In seiner Marketingagentur sind viele Abläufe inzwischen mit KI automatisiert. Kreativität aber, sagt er, kann man nicht kaufen.
Bitcoin bei 300 Euro und Fehler, die dazugehören
Schon vor rund zehn Jahren, damals noch in der Ausbildung, hat Umut in Videos über Bitcoin gesprochen. Der Kurs lag bei etwa 300 Euro, und er riet allen, sich das Thema anzuschauen.
Sein größter finanzieller Verlust kam trotzdem aus dem Kryptobereich. Hätte er das Geld damals in einer Cold Wallet liegen lassen, wäre heute deutlich mehr übrig. Seine Lehre: Wer gierig wird, verliert schnell. Beim Investieren braucht man Geduld und einen langen Atem.
Fehler gehören für ihn zur Selbstständigkeit:
„Du wirst sehr viele Fehler machen. Wichtig ist nur, dass du aus diesen Fehlern lernst und weiter wächst.“
Seine Erfahrung aus der YouTube-Zeit hilft ihm heute. Hooks, Algorithmen, Schnitt – das versteht er schneller als jemand, der ganz neu anfängt. Und er weiß: Viele hören nach fünf Videos auf, weil nichts passiert. Bei ihm kam die erste bezahlte Anfrage nach etwa zehn.
Drei Tipps an sein 17-jähriges Ich
Am Ende jeder Folge stellt Hama dieselbe Frage: Was würdest du deinem 17-jährigen Ich raten? Umuts drei Tipps:
- Einfach machen. Egal, welches Handy oder welche Qualität. Schau erst, ob es dir Spaß macht und in welche Richtung es geht. Ein aktuelles Smartphone reicht für gute Videos, eine Spiegelreflexkamera braucht es am Anfang nicht.
- Reinvestieren. Wenn das erste Geld kommt, steck es in bessere Technik und bessere Qualität.
- In der Nische bleiben. „Never change a running system.“ Wer ständig das Thema wechselt, trifft selten. Wer auf einen Punkt zielt, trifft immer wieder.
Sein Schlusswort an alle Zuhörer: Macht das, was ihr liebt, und schaut, dass es den Menschen in eurem Umfeld gut geht. Und dann gibt er noch eine Hausaufgabe mit: Googelt mal Ikigai, den japanischen Begriff für das, wofür es sich zu leben lohnt.
Was Gastronomen aus der Folge lernen können
Für Restaurants in der Region steckt in Umuts Geschichte eine Menge Praxiswissen über Influencer-Marketing:
- Lokale Reichweite schlägt große Zahlen. Ein Video, das in Mannheim, Ludwigshafen oder Frankenthal viral geht, bringt Gäste, die tatsächlich vorbeikommen können.
- Persönlich anfragen statt Copy-Paste. Gute Creator lehnen Massennachrichten ab. Wer ihre Videos kennt und konkret wird, hat bessere Chancen.
- Die Qualität muss stimmen. Seriöse Foodblogger zeigen nur, was ihnen schmeckt. Ein Video ersetzt kein gutes Essen.
- Fair bezahlen. Hinter einer Minute Video stecken Stunden an Arbeit, Fahrt und Technik.
- Authentizität wirkt. Gerade jetzt, wo durch KI vieles gleich aussieht, fallen echte Menschen und echte Geschichten auf.
Wer seine Sichtbarkeit nicht nur über einzelne Videos, sondern dauerhaft über Social Media und Google aufbauen möchte, findet bei der Social-Media-Agentur von mynoo Unterstützung.
Die ganze Folge ansehen
Im Video erzählt Umut noch deutlich mehr: über das Döner-Wettessen mit Hama samt Zimt-Strafe, über Unge, LeFloid und die Mediakraft-Partys, über die Anfrage einer großen Messe mit 160.000 Besuchern und darüber, wie es sich anfühlt, wenn eine Gastronomen-Familie vor Freude emotional wird.

Lieber hören? Die Folge gibt es auch auf Spotify.
Häufige Fragen zur Folge
Wer ist der Foodblogger Umut (@woisstumut)?
Umut ist ein 32-jähriger Foodblogger, der Restaurants in Mannheim, Ludwigshafen, Worms und Umgebung testet und auf Instagram und TikTok als @woisstumut veröffentlicht. Er dreht seit 2009 Videos, war früher mit einem Comedy-Kanal bei Mediakraft unter Vertrag und macht Foodblogging heute neben Vollzeitjob und Familie.
Was verdient ein Foodblogger?
Das hängt stark von Reichweite, Region und Aufwand ab. Umut bekam für sein erstes bezahltes Video 150 Euro. Die Annahme „20.000 Follower bringen 20.000 Euro im Monat“ nennt er Quatsch. Als Nebeneinkommen lohnt es sich, wer allein davon leben will, braucht größere Partner und längere Formate wie YouTube.
Sind bezahlte Foodblogger-Videos ehrlich?
Das hängt vom Creator ab. Umuts Regel: Was ihm nicht schmeckt, kommt nicht ins Video, auch bei bezahlten Aufträgen. Restaurants, die ihn bei privaten Besuchen enttäuscht haben, hat er nie veröffentlicht. Er macht keine Verrisse, sondern zeigt nur, was er selbst guten Gewissens empfehlen kann.
Was ist für Foodblogger besser: TikTok oder Instagram?
Beides hat Vorteile. TikTok bringt laut Umut schnelle, teils extreme Reichweite, die aber genauso schnell verpufft, und verlangt mehrere Videos am Tag. Auf Instagram gehen Videos seltener viral, dafür bleiben die gewonnenen Follower und bilden eine treuere Community. Umut setzt deshalb aktuell vor allem auf Instagram.
War Umut bei Mediakraft unter Vertrag?
Ja. Nach nur zwei Videos auf einem neuen Comedy-Kanal bekam Umut mit einem Freund einen Vertrag bei Mediakraft, damals die größte Creator-Agentur Deutschlands. Die Verträge beschreibt er als fair. Mit rund 6.000 Abonnenten gab es eine gesponserte Mallorca-Reise. Danach hörten sie auf, weil sie dachten, der Erfolg komme von allein.
Wie viel arbeitet ein Foodblogger pro Woche?
Umut arbeitet nach eigener Aussage mindestens 60 Stunden pro Woche. Neben seinem Vollzeitjob kommen Restaurantbesuche, Dreh, Skript, Voiceover und Schnitt dazu. Für ein einminütiges Video stecken oft mehrere Stunden Arbeit dahinter, die Zuschauer nicht sehen. Unterstützung bekommt er vor allem von seiner Frau.
Über den Gast
Umut, 32, ist Foodblogger aus der Metropolregion Rhein-Neckar. Er testet Restaurants in Mannheim, Ludwigshafen, Worms und Umgebung. Instagram: @woisstumut · TikTok: @woisstumut
Über „Erfolg ist kein Zufall by Hama“
Im Podcast spricht Kajau Hama Amin mit Menschen, die Erfolg nicht dem Zufall überlassen: über Unternehmertum, Persönlichkeitsentwicklung, Geld, Karriere und außergewöhnliche Lebenswege. Kein Blabla, nur Realtalk. Weitere Folgen, zum Beispiel mit Julius Hüther oder Jessica Bogucanin, finden Sie im Podcast-Bereich.
Mehr Gäste über Social Media und Google?
Umuts Geschichte zeigt, wie viel lokale Sichtbarkeit für ein Restaurant ausmacht. mynoo aus Frankenthal unterstützt Gastronomen und regionale Unternehmen mit Social-Media-Marketing, Video-Content und Google Ads – messbar und ohne Blabla.
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